Das Feenland Dschinnistan: Ursprung und Fortleben eines literarischen Motivs

Renata Gambino
2022-01-01

Märchenlandschaften, Schauererzählungen und utopisches Denken haben die Menschheitsgeschichte seit ihren Anfängen begleitet und werden immer wieder, besonders in Zeiten der Krise und des Umbruchs, lebendig: Dies ist auch der Fall der fortlaufenden intertextuellen Bezüge zum imaginären Feenland Dschinnistan. Die Geschichte jener orientbezogenen mythologischen Landschaft, die der Fantasie deutscher Autoren entsprungen ist, wird hier als „fortlebende Denkfigur“ interpretiert, nach Walther Benjamins Idee der Geschichte als Zusammenhang des „Lebens“ und „Nachlebens“ (Benjamin, 1972 IV: 11). Diese Formulierungen kommen mehrmals im Werke Benjamins1 vor (Weidner, 2011) und beziehen sich auf Aby Warburgs Idee des „Nachlebens“: Ein Konzept, das besonders von Georges Didi-Hubermann (2010) aufgegriffen worden ist, um die Resilienz eines Anachronismus, das Wiederhallen einer Emotion in Elementen der künstlerischen Repräsentation zu bezeichnen. Da Bilder und besonders „Denkbilder“ in einem komplexen biokulturellen Netzwerk verwurzelt sind, erfordert eine solche Untersuchung einen breiten Ausblick über jene intertextuellen Bezüge, um die Relevanz einer solchen hinterlassenen ‚Spur‘ zu deuten.
Dschinnistan, Utopie, Kulturwissenschaft, Denkbild
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Utilizza questo identificativo per citare o creare un link a questo documento: https://hdl.handle.net/20.500.11769/546182
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